Ratgeber


Lippenherpes selbst behandeln

Lippenherpes selbst behandeln

Rezeptfreie Hilfe aus der Apotheke
Endlich Ferien! Doch bei der Fahrt zum Flughafen bemerken Sie ein unangenehmes Ziehen und Kribbeln an den Lippen. Stress, Erschöpfung oder eine Klimaveränderung reichen aus, um den schlummernden Herpes-Virus zu aktivieren. Was Sie gegen das Spannungsgefühl und die unschönen Bläschen tun können.
  • Zur richtigen Zeit das richtige Präparat

    Häufig bereits im Kindesalter infizieren sich neun von zehn Menschen unbemerkt mit dem Herpesvirus. Viele Virusträger leben ihr ganzes Leben unbehelligt, nur bei einigen Menschen wird die Infektion mit dem Herpes simplex Typ-1-Virus zum wiederkehrenden Ärgernis.

    Kribbeln, Brennen und ein Spannungsgefühl im Lippenbereich – das sind die ersten Anzeichen für einen Herpes-Ausbruch. Wenn Sie zu den Betroffenen gehören, ist die erste Wahl in diesem frühen Stadium eine Salbe, die Sie lokal auf die schmerzende Stelle auftragen. Präparate mit den Wirkstoffen Aciclovir (zum Beispiel Zovirax® Lippenherpescreme) und Penciclovir (zum Beispiel Pencivir®) erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Beide verhindern die Virusvermehrung und Sie dürfen die Cremes bis zu sechsmal am Tag auftragen. Für die ersten Tage eines Herpes-Ausbruchs eignet sich auch eine Lippencreme mit dem Wirkstoff Docosanol (zum Beispiel Muxan®).

    Tipp: Das rezeptfreie Kombinationspräparat Zovirax® Duo enthält zusätzlich 1 Prozent Hydrokortison für ein schnelles Abheilen der Wunde.

    Wenn die Bläschen da sind: austrocknen und heilen

    Die Lippenbläschen sind nicht nur unschön, sie enthalten auch eine große Anzahl infektiöser Viren. Nach 3 bis 4 Tagen platzen die Bläschen auf und hinterlassen schmerzhafte Wunden. Am besten verwenden Sie Zink-haltige Gele wie zum Beispiel Virudermin® Gel, Widmer® Lipactin Gel. Auch Silizium-Gele binden die Wundflüssigkeit zuverlässig (zum Beispiel SOS® Lippen-Herpes-Gel). Eine Ansteckung mit Bakterien vermeiden Sie mit Cremes, die die Wirkstoffe Clioquinol (zum Beispiel Linola® sept) oder Tyrothricin (zum Beispiel Tyrosur®) enthalten.

    Hinweis: Vermeiden Sie in dieser Phase unbedingt den engen Körperkontakt mit anderen Menschen. Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wie Neugeborene, Senioren oder Krebspatienten kann der Kontakt mit Herpesviren sogar gefährlich sein.

    Machen Sie Herpes unsichtbar: abkleben und überschminken

    In Ihrer Apotheke erhalten Sie kleine Pflaster oder Herpespatches, mit deren Hilfe die Herpesbläschen fast verschwinden. Die Minipflaster schützen Ihre Lippen vor einer bakteriellen Entzündung und Ihre Mitmenschen vor einer versehentlichen Übertragung des Virus. Die Herpespflaster fördern mit der enthaltenen Hydrokolloidschicht das Abheilen der Wunde (zum Beispiel Zoviprotect® Lippenherpes Patch, Compeed® Herpesbläschen Pflaster, Herpes-Patch Wund med®) und lindern den unangenehmen Juckreiz.

    Tipp: Die Herpespflaster lassen sich problemlos mit Make-up oder Lippenstift überschminken.

    Homöopathie bei Herpes: Ihr Apotheker berät Sie

    Sind Sie auf der Suche nach einer Alternative zur Schulmedizin? Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker zum geeigneten Wirkstoff und zur Dosierung von homöopathischen Mitteln wie beispielsweise Rhus toxicodendron, Dulcamara oder Hepar sulfuris beraten.

    Hinweis: Die Selbstmedikation bei Herpes hat Grenzen. Heilt der Lippenherpes auch nach einer Woche nicht ab, bildet sich in den Bläschen Eiter oder kommt sogar Fieber hinzu, ist ein Besuch beim Arzt dringend anzuraten.

    Ein paar Verhaltensregeln, wenn Sie merken, dass ein Herpes-Ausbruch droht:

    • Berühren Sie die Lippenbläschen nicht.

    • Kratzen Sie die Bläschen nicht auf und vermeiden Sie unbedingt, dass Sie den Virus auf die Augen übertragen. Am besten tragen Sie in der Zeit eines Herpes-Ausbruchs keine Kontaktlinsen.

    • Vermeiden Sie von sich aus engen Kontakt mit anderen Menschen, ganz besonders mit Schwangeren und Kleinkindern.

    • Teilen Sie auf keinen Fall Besteck, Tassen, Handtücher, Waschlappen oder Kosmetika mit anderen Mitgliedern Ihres Haushalts.

    • Meiden Sie starkes Sonnenlicht und verwenden Sie einen Sunblocker für die Lippen.

    Quelle: Dr. Claudia Bruhn: Lucky lips, Deutsche Apotheker Zeitung, Seite 32, Ausgabe 21/2018 vom 24.05.2018.


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Rund ums Thema Reiseapotheke

Rund ums Thema Reiseapotheke

Gut vorbereitet in den Urlaub
Wenn einer eine Reise macht, dann wird er was erleben. Damit der lang ersehnte Urlaub keine bösen Überraschungen für Sie bereithält, denken Sie am besten frühzeitig an die Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke. Genauso individuell wie Ihre Ferien ist auch der Inhalt Ihrer Reiseapotheke. Was auf jeden Fall in den Koffer gehört und welche einfachen Regeln Ihnen zu einem entspannten Urlaub verhelfen.
  • Dürfen nie fehlen: Mittel gegen Fieber & Schmerzen

    Schnell ist es passiert: Sie bekommen Zugluft bei der Busfahrt ab oder schlafen auf ungewohnten Matratzen: Lassen Sie sich von Kopf- oder Nackenschmerzen nicht den Urlaubstag verderben! Gegen Fieber und Schmerzen sind Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen die Mittel der Wahl, als Filmtabletten (zum Beispiel Ibubeta® akut) oder als Schmelztabletten zum Lutschen (zum Beispiel Nurofen® Schmelztabletten Lemon ab sechs Jahren). Auch stillende Mütter und Kinder ab einem Körpergewicht von 5 Kilogramm dürfen Ibuprofen einnehmen. Wenn Sie mit Säuglingen oder Kleinkindern auf Reisen gehen, haben Sie die Wahl zwischen einem Saft oder Zäpfchen (zum Beispiel Nurofen® Junior 60 mg). Bewahren Sie Säfte und Zäpfchen unter 25 Grad auf, sonst verlieren sie ihre Wirksamkeit. Für Schwangere sind Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Paracetamol empfohlen.

    Hinweis: Denken Sie bei Flugreisen daran, dass nur Flüssigkeiten bis 100 Milliliter im Handgepäck erlaubt sind.

    Wenn man zu oft muss: Durchfall

    Sie haben einige Möglichkeiten, damit es gar nicht erst zum unangenehmen Durchfall kommt: Waschen Sie sich vor jeder Mahlzeit und nach jedem Gang zur Toilette gründlich die Hände. Bevorzugen Sie Speisen, die gekocht wurden oder die Sie schälen können.

    Erwischt Sie trotz aller Vorsicht Montezumas Rache, ist es wichtig, dass Sie den Verlust an Flüssigkeit und Mineralien schnell wieder ausgleichen. Elektrolytersatz-Präparate wie zum Beispiel Oralpädon® oder Elotrans® gehören unbedingt in Ihre Reiseapotheke. Denn nicht immer ist eine Brühe oder ein Tee auf Reisen greifbar.

    Bei stark erhöhter Stuhlfrequenz ohne weitere Komplikationen stehen Präparate mit dem Wirkstoff Loperamid in vielen Darreichungsformen bereit: als Hartkapseln, Tabletten, Brause- Schmelztabletten und als Lösung. Loperamid ist ab einem Alter von 2 Jahren zugelassen. Erwachsenen stehen zusätzlich Mittel mit dem Wirkstoff Racecadotril (zum Beispiel Vaprino®) zur Verfügung.

    Tipp: Packen Sie für den Fall, dass unterwegs keine Seife zur Verfügung steht, eine kleine Flasche Waschgel mit in Ihre Tasche.

    Nicht nur bei Schiffsreisen wichtig: Arzneimittel gegen Übelkeit & Erbrechen

    Medikamente aus der Gruppe der Antiemetika helfen gegen starkes Erbrechen auf Grund einer Magenschleimhautentzündung und auch gegen Reiseübelkeit, wie sie bei Autofahrten oder Schiffsreisen auftreten kann. Gängige Präparate sind zum Beispiel Vomex® und Superpep® Reise-Kaugummis. Einen Nachteil haben die meisten Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen: Sie machen müde. Planen Sie also ausreichend Pausen für Ihre Fahrt ein.

    Tipp: Einige Verhaltensregeln helfen Ihnen und den Mitreisenden auf der Rückbank im Auto, dass kein Unwohlsein entsteht: Während der Fahrt nicht lesen – auch keine Straßenkarte –, am besten in Fahrtrichtung sitzen und nach draußen blicken. Das lenkt ab und Ihr Gleichgewichtsorgan kommt nicht durcheinander.

    Hilfe gegen fliegende Plagegeister: Mückenschutz

    Am wirksamsten beugen Sie Insektenstichen mit einem konsequenten und sorgfältig aufgetragenen Mückenschutz vor. Stiche sind nicht nur lästig und jucken, Mücken und Fliegen übertragen in manchen Ländern auch gefährliche Infektionskrankheiten. Besonders wirksam gegen die Malaria-übertragende Anophelesmücke sind Präparate mit dem Wirkstoff DEET, der zum Beispiel in Nobite® und Anti Brumm® forte enthalten ist.

    Icaridin-haltige Mückenschutzmittel sind für Reisen in unseren Breitengraden sinnvoll, da diese Präparate die Haut weniger reizen. Beide Wirkstoffe wirken zusätzlich gegen Zecken, so dass Sie kein weiteres Schutzspray benötigen.

    Tipp: Säuglinge schützen Sie am besten mit einem Moskitonetz und lockerer, heller Bekleidung, die Arme und Beine bedeckt.

    Sonnenschutz mit Hut und Creme

    Wählen Sie Ihren Sonnenschutz entsprechend dem Reiseziel und Ihrem Hauttyp aus. Achten Sie dabei auf den aufgedruckten Lichtschutzfaktor. Auch dürfen Sie nicht vergessen, eine passende Kopfbedeckung, eine Sonnenbrille mit UV-Schutzzeichen sowie lockere Kleidung in den Koffer zu packen.

    Tipp: In Ihrer Apotheke berät man Sie, welche Sonnenschutz-Produkte zu Ihrem Hauttyp passen.

    Vorbeugen ist besser als behandeln

    Lassen Sie regelmäßig Ihre Impfungen vom Hausarzt überprüfen und frischen Sie den Impfschutz eventuell auf. Je nach Reiseziel kann eine zusätzliche Impfung gegen bestimmte Infektionskrankheiten wie Gelbfieber oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sinnvoll sein.

    Tipp: Das Robert Koch-Institut bietet auf seiner Webseite Informationen zu den aktuellen Impfempfehlungen. Hinweise zu besonderen gesundheitlichen Risiken wie zum Beispiel dem brasilianischen Zika-Virus sowie Sicherheitswarnungen erhalten Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts.

    Quelle: Dr. Karin Schmiedel: Das muss mit, DAZ, Ausgabe 12/2017.

    Eine hilfreiche Checkliste für Ihre Reiseapotheke stellt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zur Verfügung.


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Wundversorgung leicht gemacht

Wundversorgung leicht gemacht

Pflaster, Kompressen & Co
Ein Schnitt mit dem Küchenmesser oder eine Schürfwunde am Knie – sicher hat Jeder schon einmal eine Wunde behandeln müssen. Es ist nicht einfach, im großen Angebot an Reinigungslösungen, Pflastern und Kompressen die Übersicht zu behalten. Worauf Sie beim Versorgen von Wunden achten sollten und welche Hilfsmittel Sie in der Apotheke bekommen.
  • Am Anfang steht die Wundreinigung

    Nur saubere Wunden heilen problemlos und ohne große Narben aus. Zum Säubern benutzt man Wundspüllösungen, die Bakterien und Fremdkörper aus der Wunde herausschwemmen. Es eignen sich dafür physiologische Kochsalzlösung (0,9-prozentig) oder Ringerlösung, die zusätzlich Elektrolyte enthält und für eine längere Spülanwendung gedacht ist. Produkte, die Sie in Ihrer Apotheke erhalten, sind zum Beispiel Urgo® steriles Kochsalzlösungsspray, ActiMaris® sensitiv und KerraSol® Lösung/Spray.

    Hinweis: In unkonservierter Form ist eine Wundspüllösung nach Anbruch schnell zu verbrauchen. Lösungen mit Konservierungsmitteln halten mehrere Wochen, wenn Sie den Inhalt hygienisch entnehmen. Aber Achtung: Konservierungsmittel töten keine Keime in entzündeten Wunden ab!

    Reinigung und Antisepsis in einem: Wunddesinfektionsmittel

    Wundantiseptika sind in der Lage, Wunden nicht nur auszuspülen, sondern sie beseitigen gleichzeitig die Erreger von Entzündungen. Geeignete Produkte enthalten entweder den Wirkstoff Octenidin (zum Beispiel 0,1 Protzent in Octenisept®) oder Polihexanid (zum Beispiel 0,02 oder 0,04 Prozent in Serasept® 1/2). Octenidin wirkt mit 1 bis 2 Minuten schneller als Polihexanid, welches derzeit das einzige Antiseptikum mit wundheilungsfördernder Wirkung ist.

    Hinweis: Produkte auf Jod-Basis wie zum Beispiel Betaisodona® und Braunovidon® wirken zwar schnell und sind auch auf Knorpelgewebe erlaubt, sie haben aber Nachteile wie die braune Verfärbung der Wunde. Sie dürfen diese Produkte nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind oder unter einer Schilddrüsenerkrankung leiden.

    Erstversorgung mit Kompressen

    Für die Erstversorgung von blutenden Wunden eignen sich sterile Mullkompressen, die rasch Flüssigkeit aufsaugen und mit denen Sie die Umgebung der Wunde reinigen können. Sobald der Heilungsprozess bei einer Verletzung begonnen hat, kommen Saugkompressen zum Einsatz. Die Vlieshülle aus glatten, synthetischen Fasern umschließt einen saugfähigen Kern aus Zellstoff oder Watte (zum Beispiel Cutisorb®, Urgo® Pad, Zetuvit®). Durchlässige Kunststoffnetze oder die Bedampfung mit Aluminium verhindern, dass die Auflage mit der Wunde verklebt (zum Beispiel Askina® Pad, Solvaline N® sowie Aluderm®, Alumin®).

    Tipp: Saugkompressen bieten Ihnen eine preiswerte und sinnvolle Alternative, wenn absehbar ist, dass Sie häufig den Verband wechseln.

    Der Klassiker: Pflaster

    In den Finger geschnitten? Ein aufgeschürfter Ellenbogen? Pflaster (Wundschnellverbände) in verschiedenen Größen helfen Ihnen unkompliziert und rasch bei der Behandlung kleiner Verletzungen. Ob Sie zur elastischen Pflastervariante greifen, hängt vom Ort der Verletzung ab. Wasserfeste Wundschnellverbände sind atmungsaktiv und gegebenenfalls mit antibakteriell wirkenden Metallen beschichtet (zum Beispiel Hansaplast® Med, aluderm-aluplast®).

    Eine moderne Weiterentwicklung stellen die so genannten Wunddistanzgitter dar: Sie sind für Schürfwunden, chronische Wunden und Verbrennungen gedacht und besitzen eventuell eine hautfreundliche Beschichtung. Dadurch können Wunddistanzgitter mehrere Tage auf der Wunde verbleiben und Sie müssen nur den darüberliegenden Verband wechseln.

    Tipp: Für besondere Zwecke erhalten Sie in Ihrer Apotheke bereits vorgeschnittene Pflaster. So verarzten Sie Blasen an den Füßen oder Schnitte an der Fingerkuppe noch effektiver.

    Hydrogele, Kolloide und Algenextrakte: die moderne Wundversorgung

    Eine hydroaktive Wundversorgung schafft beste Bedingungen für eine schnelle Heilung: ein feucht-warmes Wundklima über längere Zeit, kein Verkleben und das Aufsaugen von Sekret. Hydroaktive Auflagen oder Gele werden aus natürlichen Seealgen-Bestandteilen (zum Beispiel Askina® Sorb, Sorbsan®) oder Hydrokolloiden gewonnen, die einerseits Feuchtigkeit abgeben und andererseits Wundsekret aufnehmen, zum Beispiel Hyalofill®-F /Hyalomatrix, Tegaderm® 3M® Hydrogel, GoTa®-derm foam/thin. Spezielle Schaumverbände sind in der Lage, eine besonders große Menge Wundsekret aufzunehmen und die Verletzung sicher abzupolstern (zum Beispiel Eco-Foom®, UrgoTül® Foam Border, Kendall® Schaumverband).

    Tipp: Hydrokolloidpflaster erhalten Sie in handlichen Größen und praktischen Abpackungen in der Apotheke (zum Beispiel Ratioline® Gelpflaster, Dermaplast® Hydro Schürfwundenpflaster). Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, welches Pflaster für Ihre Bedürfnisse das beste ist.

    Welche Anforderungen muss der ideale Wundverband erfüllen?

    • Er sorgt für ein feucht-warmes Milieu ohne Austrocknung im Wundbereich.

    • Überschüssiges Sekret aus der Wunde nimmt er auf.

    • Für Luft ist der Wundverband durchlässig, aber Keime gelangen von außen nicht in die Wunde.

    • Der Verband kann ohne Schmerzen gewechselt werden, weil er nicht mit der Wunde verklebt.

    • Es lösen sich keine Fasern oder Partikel vom Verband und verschmutzen die Wunde.

    Quelle: Ralf Schlenger: Zwischen traditionell und hydroaktiv, Deutsche Apotheker Zeitung, Ausgabe 17/2018, April 2018.


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Gut geschützt in die Sonne

Gut geschützt in die Sonne

Jetzt kann der Sommer kommen!
Egal, ob Sie ein Straßencafé besuchen, joggen gehen oder Ihr Kind für den Kindergarten fertig machen – in der warmen Jahreszeit ist ein optimaler Sonnenschutz besonders wichtig. Worauf Sie beim Produktkauf achten sollten und welche Maßnahmen Sie selbst ergreifen können.
  • UV-A, UV-B, LSF – kleine Einführung in die Wissenschaft der Sonnenstrahlen

    Die Sonne sendet nicht nur wohltuende Wärmestrahlung, sondern auch Licht im unsichtbaren, so genannten ultravioletten Bereich aus: die UV-A- und UV-B-Strahlung. Beide sind der Grund für die negativen Erinnerungen an zu langes Sonnenbaden: Kurzfristig entsteht der typische Sonnenbrand mit Rötung und schmerzhaften Bläschen oder bei empfindlichen Menschen eine Sonnenallergie. Langfristig altert die Haut schneller und im schlimmsten Fall entsteht Hautkrebs.

    Aber die menschliche Haut baut bei Sonnenkontakt einen Eigenschutz auf. Hautschichten verdicken sich und es bildet sich verstärkt das Pigment Melanin, das Ihnen die Urlaubsbräune verleiht. Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktoren (LSF) unterstützen diesen Eigenschutz. Enthaltene Stoffe schützen als UV-Filter die Haut vor zu viel Sonnenlicht. Der Lichtschutzfaktor ist eigentlich ein UV-B-Schutzfaktor und stellt die wichtigste Angabe auf den Verpackungen dar. Er gibt an, wievielmal länger man sich mit diesem Produkt der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies bei der individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Ob ein Produkt auch vor der UV-A-Strahlung schützt, erkennen Sie an einem zusätzlichen kreisrunden „UVA“-Zeichen.

    Tipp: Kennen Sie Ihre Eigenschutzzeit nicht? Haar- und Augenfarbe sowie Ihre Hautfarbe bestimmen die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, ob man Ihnen bei der Bestimmung Ihres Fototyps helfen kann. Dort berät man Sie auch über die zu Ihrem Hauttyp passenden Produkte.

    Mit Kombination zum besten Hautschutz

    Um ein möglichst breites UV-Spektrum abzudecken, gut verträglich und praktisch in der Handhabung zu sein, enthalten Sonnenschutzmittel meist eine Kombination aus zwei Filterklassen. Diese Produkte verbinden eine hohe Schutzleistung mit einfacher Anwendung und wenig Nachteilen.

    Physikalische Filter wie Titandioxid und Zinkoxid lassen UV-Strahlen gar nicht erst in die Haut eindringen, sondern reflektieren sie wie kleine Spiegel. Sie fungieren so als Breitbandfilter und lösen keine Allergien aus. Allerdings bildet sich ein sichtbarer, weißer Film auf der Haut.

    Chemische Filter sind mit den Naturstoffen Kampfer, Zimt- und Salizylsäure verwandt und ziehen in die Haut ein. Das Auftragen ist einfach, aber manche Filterstoffe lösen Fotoallergien aus oder stehen im Verdacht, eine hormonähnliche Wirkung zu haben.

    Der Zusatz von Antioxidantien schützt zusätzlich vor Schäden am Erbgut durch Radikale, die sich durch UV-Strahlung bilden.

    Tipp: Viele Produkte für Kinder enthalten eine große Menge an Titan- oder Zinkoxid. Der „Weißeleffekt“ erlaubt Ihnen, ganz einfach zu überprüfen, ob alle unbedeckten Körperstellen eingecremt sind.

    Kinderhaut reagiert besonders empfindlich

    Schützen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr komplett vor direkter Sonneneinstrahlung. Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Kleinen auch mal für kurze Zeit draußen spielen – aber immer gut geschützt und nie zur Mittagszeit, wo die Sonne am intensivsten strahlt. Mit lichtundurchlässiger Kleidung und dick eingecremt mit einem hohen Lichtschutzfaktor steht einem ungetrübten Spaß im Garten dann nichts mehr im Weg.

    Tipp: Es gibt spezielle UV-Schutzkleidung, die auch beim Baden oder nach mehrmaligen Waschen noch zuverlässig gegen UV-Strahlen schützt.

    Sonnenschutz immer & überall

    Täuschen Sie sich nicht: Auch bei bewölktem Himmel kann die UV-Belastung hoch sein, denn die Strahlen durchdringen auch Wolken. Außerdem steigt die UV-Intensität mit der Höhe über dem Meeresspiegel an.

    Hinweis: Je stärker die UV-Strahlung, desto kürzer wird die Eigenschutzzeit Ihrer Haut. Verwenden Sie Produkte mit höherem Lichtschutzfaktor wie üblich, wenn Sie sich in den Bergen befinden oder Ihr Urlaubsland nahe am Äquator liegt.

    Damit Ihr Urlaub keine Schattenseiten hat: Tipps für ein besonnenes Verhalten

    • Vermeiden Sie Sonnenbaden zur Mittagszeit; zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am stärksten.

    • Sparen Sie nicht an Sonnenschutzmittel. Ein Erwachsener benötigt etwa 3 Esslöffel, die eine halbe Stunde vor Sonnenkontakt aufgetragen werden.

    • Nase, Ohren, Lippen und Dekolleté nicht vergessen. Regelmäßiges Nachcremen erhält den Schutz, auch nach dem Schwimmen und Abtrocknen.

    • Kleidung ist ein effektiver Sonnenschutz, insbesondere weit geschnittene und eher dunkle Textilien schirmen die Haut gut ab.

    • Vergessen Sie Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht. Achten Sie dabei auf Angaben wie „UV 400“, „100 Prozent UV“ oder das CE-Zeichen.

    Quelle: Christine Kammer: Sonnenschutz aus der Flasche, PTA heute, Ausgabe 8/2018.


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