Neuerungen im Präventionsgesetz


Kinderärzte fordern Nachbesserung
Neuerungen im Präventionsgesetz

Verbesserungen in der Prävention von Infektionskrankheiten durch einen verpflichtenden Impfschutz sind schon lange Thema der Politik. Jetzt hat sich die Koalition auf neue Änderungen geeinigt. Ein Kommentar der deutschen Kinder- und Jugendärzte.

Mit einer höheren Durchimpfungsrate kann eine Epidemie wie die der Masern schon im Vorfeld vermieden werden: Seit dem Ausbruch im Oktober vergangenen Jahres in Berlin sind 1286 Menschen an dieser Infektionskrankheit erkrankt. Bisher steht es jedoch noch allen Menschen frei, den Empfehlungen nachzukommen und sich gegen Infektionskrankheiten impfen zu lassen oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass es somit zu einem erneuten Ausbruch der Masern kommt, besteht weiterhin.

So schnell wie möglich für höhere Durchimpfungsrate sorgen

Am vergangenen Freitag hat sich die Koalition auf weitere Änderungen zum Präventionsgesetz geeinigt. Grundsätzlich dient es dazu, die Prävention und Früherkennung von Krankheiten sowie die Förderung der Gesundheit zu regeln. Aus den geplanten Änderungen wird ersichtlich, dass sich Kinder und Personen, die sich von Berufs wegen in KiTas, Schulen oder sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen aufhalten, ohne ausreichenden Impfschutz nicht in diesen Einrichtungen aufhalten dürfen. Gesundheitsämter können Eltern vorladen, die Bundesländer Sanktionen gegen sie verhängen. Kinder- und Jugendärzte stehen den Bußen jedoch kritisch gegenüber: Denn diese Regelungen bedürfen der Zustimmung durch den Bundesrat. „Wir müssen jedoch JETZT für eine bessere Durchimpfungsrate sorgen, das hat die letzte Masernepidemie deutlich gezeigt,“ betont der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) Dr. Wolfram Hartmann.

Geplante Änderungen sind nicht wirklich neu

Wirklich neu sind die Änderungen nicht: Denn bereits das bestehende Infektionsschutzgesetz sieht den Ausschluss von (mutmaßlich) infizierten Personen vor, die sich aus beruflichen Gründen in diesen Einrichtungen aufhalten. Diese Regelung betrifft ebenso Kinder unter sechs Jahren. Als tatsächlich neu betrachtet Hartmann lediglich „die Androhung von Sanktionen, wenn kein Nachweis einer jüngst stattgefundenen Impfberatung vor Aufnahme in eine Kindertageseinrichtung vorgelegt werden kann.“

Forderungen der BVKJ

Statt Sanktionen fordert der Berufsverband eine bessere Methode bei der Beratung der Eltern, die auf aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft basiert und die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sowie des entsprechenden Bundeslandes berücksichtigen. Weiterhin sollten Ärzte Eltern nicht in ihrer Meinung bestärken, auf eine Impfung ihres Kindes zu verzichten.
Vor dem Hintergrund der geplanten Änderungen des Präventionsgesetzes besteht der BVKJ weiterhin auf eine Impfpflicht für diejenigen, die in öffentlich finanzierten Einrichtungen wie KiTas, Schulen aber auch in Sportvereinen Kinder und Jugendliche betreuen.

Jedes Jahr im August gibt die STIKO einen aktualisierten Impfkalender heraus, der die empfohlenen Impfungen für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufführt. Den aktuellen Impfkalender 2014 finden Sie hier.

Schwerpunkt

Neu bei uns in der Apotheke -
homöopatische Produkte!
Zu den Grundlagen der Homöopathie

Lieferservice


Ist der Weg auch noch so weit, der edle Ritter und sein Gefährt sind stets für Sie bereit.

News

Superfood Hülsenfrüchte
Eine Frau zeigt Hülsenfrüchte, die sie geerntet hat.

Das steckt in Linsen, Bohnen, Erbsen & Co.

Wer Nahrungsmittel mit „Superkräften“ sucht, muss nicht unbedingt zu Chia-Samen, Quinoa oder anderen Import-Nahrungsmitteln greifen. Richtig viele gesunde Inhaltsstoffe haben auch unsere heimischen Hülsenfrüchte.   mehr

Nasenspülung bei Schnupfen
Nasenspülung bei Schnupfen

Dusche für die Nase

Schnupfen, trockene Schleimhäute oder akute Mittelohrentzündungen sind im Winter keine Seltenheit. Dagegen kann eine Nasendusche helfen. So wird sie angewendet.   mehr

Eisenmangel bei Schülerinnen
Eisenmangel bei Schülerinnen

Ernährung und Menstruation als Faktoren

Schwedische Forschende haben die Ursache für Eisenmangel bei Schülerinnen untersucht. Dabei spielte auch die Ernährung eine große Rolle.   mehr

Kann man Antidepressiva absetzen?
Kann man Antidepressiva absetzen?

Wieder bessere Stimmung

Beschwerden weg, Medikament absetzen? So einfach ist das bei Depressionen leider nicht. Die Rückfallquote ohne Einnahme von Antidepressiva ist hoch. Allerdings hängt sie davon ab, welche Strategie dabei gefahren wird.   mehr

Infektionen als Reisesouvenir
Infektionen als Reisesouvenir

Von Ruhr bis Malaria

Reiserückkehrer bringen nicht nur Eindrücke und Souvenirs aus dem Urlaub mit nach Hause. Manchmal werden bei der Heimkehr nach Deutschland auch Infektionen und Krankheiten eingeschleppt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ritter-Apotheke
Inhaberin Nelli Ritter
Telefon 05964/14 14
Fax 05964/93 78 04
E-Mail ritter-apotheke@gmx.de