Mundgesundheit in der Menopause


Zum Schutz der Zähne
Mundgesundheit in der Menopause
mauritius images / Westend61 / Nadine Ginzel

Die Hormonumstellung in den Wechseljahren schlägt nicht nur auf Eierstöcke, Gefäße und die Knochensubstanz. Auch Mund und Zähne leiden und müssen deshalb besonders geschützt werden.

Weniger Speichel, trockenere Schleimhaut

Der Eintritt in die Wechseljahre bedeutet für Frauen weit mehr als das Ende ihrer Fruchtbarkeit. Das liegt daran, dass die weiblichen Sexualhormone vom Eierstock bis zum Gehirn die unterschiedlichsten Prozesse im Körper beeinflussen. Kein Wunder, dass das Absinken der Östrogenspiegel zahlreiche Auswirkungen nach sich zieht. So kann es z. B. vorübergehend zu Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gewichtsanstieg kommen.

Auch im Mund macht sich die Hormonumstellung bemerkbar. Durch den sinkenden Östrogenspiegel wird die Durchblutung der Schleimhäute und damit ihre Feuchtigkeit verringert. Zusätzlich produzieren die Speicheldrüsen weniger Speichel. Außerdem verschlechtert sich mit voranschreitendem Alter die Immunabwehr und es kommt leichter zu Entzündungen.

Mögliche Folgen dieser Veränderungen sind: 

  • Mundtrockenheit und trockene, aufgerissene Lippen 
  • Schleimhautreizungen, Entzündungen, Aphthen
  • Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischrückgang, Lockerung der Zähne 
  • klebrige und trockene Zunge, die das Kauen und Sprechen erschwert
  • Mundgeruch
  • vermehrte Zahnbeläge und vermehrte Karies.

Zahnbürste wechseln und ausreichend trinken

Damit Mund und Zähne gesund bleiben, sollten Frauen in den Wechseljahren ihrer Mundpflege besonders große Aufmerksamkeit widmen. Am wichtigsten ist die regelmäßige Kontrolle bei der Zahnärzt*in, damit eventuelle Probleme frühzeitig erkannt werden. Besonders empfehlenswert ist auch die jährliche professionelle Zahnreinigung.

Für die tägliche Mund- und Zahnhygiene gibt es ebenfalls gute Tipps: 

  • Bei häufigeren Zahnfleischentzündungen sollte man z. B. eine weichere Zahnbürste verwenden.
  • Mit Interdentalbürstchen lassen sich Zahnzwischenräume gut reinigen. Meist sind verschiedene Größen notwendig, um alle Bereiche gut zu säubern. Wer viel unterwegs ist, kann Zahnpflegekaugummis zur Zahnhygiene nutzen.
  • Gegen Mundtrockenheit helfen neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr spezielle Feuchtigkeits-Mundsprays und Mundgele aus der Apotheke. Manchmal wird auch ein Wechsel auf eine befeuchtende Zahnpasta empfohlen.

Zum Schutz der Zähne sollte man außerhalb der Mahlzeiten auf süße und säurehaltige Speisen und Getränke verzichten. Denn Süßes und Saures greift den Zahnschmelz an und fördert die Bildung von Karies. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch die Mundtrockenheit. Denn dadurch haften nicht nur Zuckerreste besser an den Zähnen an, es fehlt auch an schützendem Speichel.

Quelle: pta heute

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