Therapie gegen zystische Fibrose?


Wenn Erkältungsviren gefährlich werden
Therapie gegen zystische Fibrose?

Wer an der zystischen Fibrose leidet, ist ein leichtes Opfer von Erkältungsviren. Das Problem: Ein einfacher Schnupfen ist für Betroffene lebensgefährlich. Unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) haben Forscher die Gründe für diese Anfälligkeit geklärt – und eine mögliche Therapie entdeckt.

Seltene Erbkrankheit

Zystische Fibrose – auch Mukoviszidose genannt – ist eine seltene vererbte Stoffwechselkrankheit. Der Körper der Erkrankten produziert aufgrund eines genetischen Defekts dickflüssige Körpersekrete. Die Folge: Ein zäher Schleim verklebt vor allem die Lunge. Die Krankheit ist bisher nicht heilbar; Betroffene haben eine verminderte Lebenserwartung.

Abwehr geschwächt

Menschen mit zystischer Fibrose sind anfällig für Schnupfen-, Erkältungs- und Grippeviren. Sie landen wegen solcher Infektionen schnell im Krankenhaus. Weshalb diese Viren für Betroffene schädlich sind, war bislang nicht klar. Ein Forschungsteam um Nicolas Regamey vom Inselspital Bern ist der Frage nachgegangen, warum sich die Atemwegszellen von Patienten mit zystischer Fibrose gegen Schnupfenviren wehren. Dies geschieht aus zwei Gründen, wie die Forscher herausfanden.

Zum einen lösen die Viren eine schwächere Immunantwort aus, weil mehr Atemwegszellen aus den Bronchien der Erkrankten absterben, als dies bei gesunden Menschen der Fall ist. Zum anderen setzen diese Atemwegszellen weniger zelleigene virenhemmende Substanzen, so genannte Interferone frei. Darum können sich die Viren in den Atemwegszellen von Betroffenen rascher vermehren und größeren Schaden anrichten.

Interferone als Zukunftstherapie?

Den Forschenden gelang es, die Vermehrung der Viren stark zu bremsen, indem sie den Atemwegszellen Interferon Beta zuführten. Interferone setzt man bereits heute als Medikament zur Behandlung von schweren Viruserkrankungen wie Hepatitis B und C ein. „Bis solche Substanzen auf dem Markt sind, werden Betroffene angehalten, sich jährlich gegen die Grippe impfen zu lassen“, sagt Regamey.

Noch ist unklar, weshalb die Atemwegszellen von Menschen mit zystischer Fibrose weniger Interferone produzieren. Die Forscher vermuten, dass die chronische Entzündung in den Atemwegen dafür verantwortlich ist. Falls dies stimmt, würden vielleicht auch Patienten mit anderen chronischen entzündlichen Atemwegserkrankungen wie Asthma und der Raucherkrankheit COPD von der Behandlung mit Interferon Beta profitieren.

Schwerpunkt

Neu bei uns in der Apotheke -
homöopatische Produkte!
Zu den Grundlagen der Homöopathie

Lieferservice


Ist der Weg auch noch so weit, der edle Ritter und sein Gefährt sind stets für Sie bereit.

News

Wie Medikamente heiser machen
Wie Medikamente heiser machen

Pille, ACE-Hemmer und Kortison

Manchmal ist es gar nicht die Erkältung, die eine Heiserkeit auslöst. Auch Medikamente können zu Stimmstörungen führen. Ob man sie absetzen oder austauschen kann, entscheidet die Ärzt*in. Zusätzlich lässt sich aber mit Hausmitteln helfen.   mehr

Säureblocker nicht zu lange schlucken
Säureblocker nicht zu lange schlucken

Nebenwirkungen nicht unterschätzen

Ob Refluxkrankheit oder Gastritis: Protonenpumpenhemmer machen schnell Schluss mit Magenschmerzen und Sodbrennen. Allerdings gibt es gute Gründe, die Säureblocker nicht allzu lange einzunehmen.   mehr

Nach Infarkt Beine stärken
Person beim Beintraining auf einem Outdoor-Fitnessplatz.

Herzschwäche vorbeugen

Herzinfarkt überstanden? Jetzt heißt es, die Beinmuskulatur zu trainieren. Denn Personen mit viel Kraft in den Beinen entwickeln nach ihrem Herzinfarkt seltener eine Herzschwäche.   mehr

Mit dem Baby schwimmen
Mit dem Baby schwimmen

Löst Chlorwasser Asthma aus?

Der frühe Kontakt mit Wasser macht schon den Kleinsten Freunde, nimmt Ängste und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind. Dennoch könnte der Aufenthalt im gechlorten Wasser auch Nachteile haben. Die Fachwelt diskutiert, ob Babyschwimmen im Kindesalter Asthma begünstigt.   mehr

Weniger Lust auf Alkohol
Weniger Lust auf Alkohol

Weitere Wirkung von GLP-1-Agonisten

GLP-1-Agonisten werden zur Therapie von Typ-1-Diabetes und Übergewicht eingesetzt. Dabei haben sie offenbar einen gesunden Nebeneffekt: Sie senken die Lust auf Alkohol.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ritter-Apotheke
Inhaberin Nelli Ritter
Telefon 05964/14 14
Fax 05964/93 78 04
E-Mail ritter-apotheke@gmx.de