Chronischer Lungenhochdruck


Neuer Wirkstoff entlastet das Herz
Chronischer Lungenhochdruck

Der Wirkstoff Riociguat hat in Europa die Zulassung für eine bislang nicht behandelbare Form des Lungenhochdrucks erhalten. Mediziner erhoffen sich dadurch eine bessere Therapie und höhere Lebensqualität für die betroffenen Patienten.

Druck in der Lunge belastet das Herz

Die pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) ist eine besonders schwer zu behandelnde Form des Lungenhochdrucks. Die Erkrankung überlastet die rechte Herzhälfte, von wo aus das sauerstoffarme Blut in die Lungenarterien gepumpt wird. Das Herz muss gegen den erhöhten Druck in den Lungenarterien anpumpen. Unbehandelt lässt die Pumpleistung immer mehr nach und es kommt schließlich zum Tod durch Herzversagen.

CTEPH: Gefährlichste Form des Lungenhochdrucks

Chronischer Lungenhochdruck hat verschiedene Ursachen. Eine bestimmte Form des Lungenhochdrucks ist die chronisch-thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH). Sie entsteht durch wiederholte Lungenembolien, bei denen mehrfach Blutgerinnsel in die Lunge eingeschwemmt werden und die Lungenarterien verschließen. Medikamente zeigten bei CTEPH bislang keine Wirkung.

Neue Behandlungsstrategie

Mit Riociguat hat nun erstmals eine Substanz Hoffnung auf neue Behandlungsansätze bei CTEPH geweckt. Riociguat senkt den Druck in den Lungengefäßen, indem es dort ein Enzym stimuliert. In der Folge entspannt sich die glatte Muskulatur in den Gefäßwänden, sodass sich die Lungengefäße erweitern. Dadurch sinkt der Druck innerhalb der Lungengefäße und die Belastung für das Herz nimmt ab. Auf diesem Weg verbessern sich bei CTEPH-Patienten Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Leistungsfähigkeit verbessert sich

In der Studie PATENT-1 behandelten Mediziner des Universitätsklinikums Gießen 443 Patienten mit Lungenhochdruck über 12 Wochen mit Riociguat oder einem Placebo. Zu Beginn und Ende der Behandlung ermittelten die Forscher, welche Wegstrecke die Studienteilnehmer innerhalb von sechs Minuten zurücklegen konnten. Das Ergebnis: Bei CTEPH-Kranken, die Riociguat bekamen, nahm die Gehstrecke innerhalb von 16 Wochen um 39 Meter zu. Bei Patienten, die Placebo erhielten, nahm sie in der gleichen Zeit um 6 Meter ab. Auch der Lungengefäßwiderstand und das Stadium der Herzschwäche verbesserten sich bei den Riociguat-Konsumenten.

„Der neue Wirkstoff Riociguat verbessert erheblich die therapeutischen Möglichkeiten beim chronischen Lungenhochdruck und bietet erstmals Hoffnung für Patienten, die unter einer bislang nicht behandelbaren Form des Lungenhochdrucks leiden“, betont Prof. Dr. Ardeschir H. Ghofrani vom Universitätsklinikum Gießen, Erstautor der Studie.

Auch Kombinationstherapien wirksam

Weitere Analysen zeigten, dass Riociguat auch bei jenen Patienten Verbesserung brachte, die zusätzlich ihre alten Medikamente weiter einnahmen. Prof. Ghofrani erläutert: „Diese Daten sind nicht zuletzt deshalb bedeutsam, weil hier zum ersten Mal Kombinationstherapien bei der PAH untersucht wurden und sich als wirksam erwiesen haben.“ In einer zweiten Studie untersuchen die Forscher nun die Wirkung und Sicherheit von Riociguat bei CTEPH über einen längeren Zeitraum.

Schwerpunkt

Neu bei uns in der Apotheke -
homöopatische Produkte!
Zu den Grundlagen der Homöopathie

Lieferservice


Ist der Weg auch noch so weit, der edle Ritter und sein Gefährt sind stets für Sie bereit.

News

Mit dem Baby schwimmen
Mit dem Baby schwimmen

Löst Chlorwasser Asthma aus?

Der frühe Kontakt mit Wasser macht schon den Kleinsten Freunde, nimmt Ängste und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind. Dennoch könnte der Aufenthalt im gechlorten Wasser auch Nachteile haben. Die Fachwelt diskutiert, ob Babyschwimmen im Kindesalter Asthma begünstigt.   mehr

Weniger Lust auf Alkohol
Weniger Lust auf Alkohol

Weitere Wirkung von GLP-1-Agonisten

GLP-1-Agonisten werden zur Therapie von Typ-1-Diabetes und Übergewicht eingesetzt. Dabei haben sie offenbar einen gesunden Nebeneffekt: Sie senken die Lust auf Alkohol.   mehr

Kein Autismus durch Paracetamol
Kein Autismus durch Paracetamol

Einnahme bei Schwangeren sicher

Immer wieder wird behauptet, dass die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft das Autismusrisiko beim Kind erhöht. Doch das ist nicht der Fall, wie eine aktuelle Metaanalyse erneut unterstreicht.   mehr

Superfood Hülsenfrüchte
Eine Frau zeigt Hülsenfrüchte, die sie geerntet hat.

Das steckt in Linsen, Bohnen, Erbsen & Co.

Wer Nahrungsmittel mit „Superkräften“ sucht, muss nicht unbedingt zu Chia-Samen, Quinoa oder anderen Import-Nahrungsmitteln greifen. Richtig viele gesunde Inhaltsstoffe haben auch unsere heimischen Hülsenfrüchte.   mehr

Nasenspülung bei Schnupfen
Nasenspülung bei Schnupfen

Dusche für die Nase

Schnupfen, trockene Schleimhäute oder akute Mittelohrentzündungen sind im Winter keine Seltenheit. Dagegen kann eine Nasendusche helfen. So wird sie angewendet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ritter-Apotheke
Inhaberin Nelli Ritter
Telefon 05964/14 14
Fax 05964/93 78 04
E-Mail ritter-apotheke@gmx.de